IQ Test für Jugendliche von 12 bis 14 Jahren
Drei-mal-drei-Matrizen, bedingte Regeln und Analogien, bei denen die Beziehung selbst abstrakt ist.
Was in diesem Test steckt
Der Test prüft vier Denkbereiche: Mustererkennung, visuelle Rätsel, Bildlogik und Zahlenverständnis. Jeder Bereich besteht aus einer kurzen Reihe visueller Aufgaben, und am Ende sehen Sie neben dem Gesamtergebnis einen getrennten Wert für jeden Bereich.
Zwischen zwölf und vierzehn beginnt das abstrakte Denken. Jugendliche können mit Regeln arbeiten, die sich nicht mehr auf etwas Sichtbares beziehen, sondern auf das Verhältnis zwischen Dingen.
Deshalb arbeitet dieser Test erstmals mit echten Matrizen: einem Drei-mal-drei-Raster, in dem eine Zelle fehlt und gleichzeitig eine Regel durch jede Zeile und jede Spalte läuft. Dazu kommen Analogien über verschiedene Eigenschaften hinweg, etwa von einer Anzahl Punkte auf eine Anzahl Ecken, und Zahlenreihen mit Quadratzahlen und Primzahlen.
Warum dieser Test für 12–14 Jahre gemacht ist
Warum Matrizen
Matrizenaufgaben sind das Kernstück fast aller anerkannten nonverbalen Intelligenztests, von den Raven-Matrizen bis zum CFT. Sie messen schlussfolgerndes Denken besonders direkt, weil die Lösung weder Wissen noch Sprache voraussetzt, sondern nur das Erkennen einer Struktur.
Mehrere Regeln gleichzeitig
In vielen Aufgaben laufen zwei Regeln parallel, etwa eine Veränderung der Form entlang der Zeile und eine Veränderung der Füllung entlang der Spalte. Beide müssen erkannt und zusammengeführt werden.
Wie das Ergebnis aussieht
Am Ende erscheint ein geschätzter Bereich statt einer einzelnen Zahl, dargestellt auf einer Glockenkurve, dazu ein eigener Wert für jeden der vier Abschnitte. Ein Wert um 100 entspricht dem Durchschnitt der Altersgruppe, und etwa zwei von drei Kindern liegen zwischen 85 und 115.
| Bereich | Übliche Bezeichnung | Wie häufig |
|---|---|---|
| unter 85 | unterdurchschnittlich | etwa 16 von 100 |
| 85–99 | unteres Mittelfeld | etwa 34 von 100 |
| 100–115 | oberes Mittelfeld | etwa 34 von 100 |
| 116–130 | überdurchschnittlich | etwa 14 von 100 |
| über 130 | weit überdurchschnittlich | etwa 2 von 100 |
Der Bereich statt einer einzelnen Zahl ist Absicht. Auch klinische Verfahren geben ein Konfidenzintervall an, weil kein Test völlig präzise misst. Eine Angabe wie „97 bis 107″ ist ehrlicher als ein glattes „102″ und verhindert, dass aus zwei zufällig richtigen oder falschen Aufgaben zu viel herausgelesen wird.
So wird das Ergebnis aussagekräftig
- Guter Zeitpunkt. Nicht direkt nach der Schule und nicht kurz vor dem Essen.
- Als Rätselspiel ankündigen, nicht als Test. Kinder, die sich bewertet fühlen, schneiden schlechter ab.
- Ruhiger Raum, Handy außer Reichweite, Fernseher aus.
- Allein antworten lassen. Eine vorgesagte Lösung sagt nichts aus. Daneben sitzen ist in Ordnung, besonders bei den Jüngsten.
- Tablet oder Laptop statt Handy, weil sich Formen auf einem größeren Bildschirm leichter vergleichen lassen.
