IQ Test für Kinder von 10 bis 11 Jahren
Zwei Regeln gleichzeitig, Drehungen von Formen und Zahlenreihen mit gemischten Rechenarten.
Was in diesem Test steckt
Der Test prüft vier Denkbereiche: Mustererkennung, visuelle Rätsel, Bildlogik und Zahlenverständnis. Jeder Bereich besteht aus einer kurzen Reihe visueller Aufgaben, und am Ende sehen Sie neben dem Gesamtergebnis einen getrennten Wert für jeden Bereich.
Mit zehn und elf Jahren können Kinder mehrere Bedingungen gleichzeitig im Blick behalten. Genau das prüft dieser Test: Eine Form ändert nicht nur ihre Farbe, sondern gleichzeitig ihre Größe, und beide Veränderungen müssen erkannt werden.
Dazu kommen Drehungen um 45 und 90 Grad, Analogien über mehrere Eigenschaften und Zahlenreihen, in denen Multiplikation, Halbierung und Quadratzahlen auftauchen. Die Aufgaben sind sichtbar anspruchsvoller als im Test für acht bis neun Jahre, folgen aber demselben Aufbau.
Warum dieser Test für 10–11 Jahre gemacht ist
Warum Drehungen schwieriger sind, als sie aussehen
Eine gedrehte Form zu erkennen verlangt, sie im Kopf zu bewegen. Diese Fähigkeit entwickelt sich erst in diesen Jahren verlässlich, und sie unterscheidet sich deutlich vom reinen Vergleichen. Deshalb tauchen Drehungen hier regelmäßig auf und im Test für Jüngere gar nicht.
Symmetrie als Stolperstelle
Bei der Auswahl der Aufgaben wurde darauf geachtet, dass gedrehte Formen tatsächlich unterscheidbar bleiben. Ein um 180 Grad gedrehtes Quadrat sieht aus wie vorher, eine solche Aufgabe wäre unlösbar und kommt deshalb nicht vor.
Wie das Ergebnis aussieht
Am Ende erscheint ein geschätzter Bereich statt einer einzelnen Zahl, dargestellt auf einer Glockenkurve, dazu ein eigener Wert für jeden der vier Abschnitte. Ein Wert um 100 entspricht dem Durchschnitt der Altersgruppe, und etwa zwei von drei Kindern liegen zwischen 85 und 115.
| Bereich | Übliche Bezeichnung | Wie häufig |
|---|---|---|
| unter 85 | unterdurchschnittlich | etwa 16 von 100 |
| 85–99 | unteres Mittelfeld | etwa 34 von 100 |
| 100–115 | oberes Mittelfeld | etwa 34 von 100 |
| 116–130 | überdurchschnittlich | etwa 14 von 100 |
| über 130 | weit überdurchschnittlich | etwa 2 von 100 |
Der Bereich statt einer einzelnen Zahl ist Absicht. Auch klinische Verfahren geben ein Konfidenzintervall an, weil kein Test völlig präzise misst. Eine Angabe wie „97 bis 107″ ist ehrlicher als ein glattes „102″ und verhindert, dass aus zwei zufällig richtigen oder falschen Aufgaben zu viel herausgelesen wird.
So wird das Ergebnis aussagekräftig
- Guter Zeitpunkt. Nicht direkt nach der Schule und nicht kurz vor dem Essen.
- Als Rätselspiel ankündigen, nicht als Test. Kinder, die sich bewertet fühlen, schneiden schlechter ab.
- Ruhiger Raum, Handy außer Reichweite, Fernseher aus.
- Allein antworten lassen. Eine vorgesagte Lösung sagt nichts aus. Daneben sitzen ist in Ordnung, besonders bei den Jüngsten.
- Tablet oder Laptop statt Handy, weil sich Formen auf einem größeren Bildschirm leichter vergleichen lassen.
