IQ Test für Kinder von 8 bis 9 Jahren
Der vollständige Test mit vier Abschnitten, 24 Aufgaben und einem ruhigen Zeitfenster pro Abschnitt.
Was in diesem Test steckt
Der Test prüft vier Denkbereiche: Mustererkennung, visuelle Rätsel, Bildlogik und Zahlenverständnis. Jeder Bereich besteht aus einer kurzen Reihe visueller Aufgaben, und am Ende sehen Sie neben dem Gesamtergebnis einen getrennten Wert für jeden Bereich.
Mit acht bis neun Jahren wird das Denken deutlich beweglicher. Kinder können eine Regel erkennen und auf einen neuen Fall übertragen, mehrere Dinge gleichzeitig im Kopf behalten und Ordnungen bilden, die über Farbe und Form hinausgehen.
Dieser Test ist deshalb die erste Version mit dem vollen Aufbau: vier Abschnitte zu je sechs Aufgaben. Es gibt mehrstufige Muster, erste Drehungen von Formen, Analogien mit zwei veränderten Eigenschaften und Zahlenreihen mit Addition, Subtraktion und Verdopplung.
Warum dieser Test für 8–9 Jahre gemacht ist
Zeit pro Abschnitt, nicht pro Aufgabe
Jeder der vier Abschnitte hat 140 Sekunden, also etwa 23 Sekunden pro Aufgabe. Entscheidend ist, dass die Uhr für den gesamten Abschnitt läuft: Bei einer schwierigen Aufgabe darf sich ein Kind mehr Zeit nehmen und holt sie bei einer leichteren wieder auf. Zwischen den Abschnitten gibt es Pausen, und dort läuft die Zeit nicht weiter.
Was passiert, wenn die Zeit abläuft
Nicht bearbeitete Aufgaben zählen als falsch, das Ergebnis weist sie aber getrennt aus. Wenn mehrere Aufgaben wegen der Zeit offen blieben, steht beim Ergebnis ausdrücklich, dass der Bereich dadurch wahrscheinlich zu niedrig liegt.
Wie das Ergebnis aussieht
Am Ende erscheint ein geschätzter Bereich statt einer einzelnen Zahl, dargestellt auf einer Glockenkurve, dazu ein eigener Wert für jeden der vier Abschnitte. Ein Wert um 100 entspricht dem Durchschnitt der Altersgruppe, und etwa zwei von drei Kindern liegen zwischen 85 und 115.
| Bereich | Übliche Bezeichnung | Wie häufig |
|---|---|---|
| unter 85 | unterdurchschnittlich | etwa 16 von 100 |
| 85–99 | unteres Mittelfeld | etwa 34 von 100 |
| 100–115 | oberes Mittelfeld | etwa 34 von 100 |
| 116–130 | überdurchschnittlich | etwa 14 von 100 |
| über 130 | weit überdurchschnittlich | etwa 2 von 100 |
Der Bereich statt einer einzelnen Zahl ist Absicht. Auch klinische Verfahren geben ein Konfidenzintervall an, weil kein Test völlig präzise misst. Eine Angabe wie „97 bis 107″ ist ehrlicher als ein glattes „102″ und verhindert, dass aus zwei zufällig richtigen oder falschen Aufgaben zu viel herausgelesen wird.
So wird das Ergebnis aussagekräftig
- Guter Zeitpunkt. Nicht direkt nach der Schule und nicht kurz vor dem Essen.
- Als Rätselspiel ankündigen, nicht als Test. Kinder, die sich bewertet fühlen, schneiden schlechter ab.
- Ruhiger Raum, Handy außer Reichweite, Fernseher aus.
- Allein antworten lassen. Eine vorgesagte Lösung sagt nichts aus. Daneben sitzen ist in Ordnung, besonders bei den Jüngsten.
- Tablet oder Laptop statt Handy, weil sich Formen auf einem größeren Bildschirm leichter vergleichen lassen.
